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pulaaku
wata a hersa
wata a hula
wata a fena





julien maire




nikodemus frischlin - phasma
last uns sie jagen auf das raum,
das sie gehen am galgenbaum
all könig, fürsten in gemein.

(faks.)




Will ich den ernsten Menschen
Will ich den ernsten Menschen
für die Bildung der Familie
kennenlernen!!!

Hallo werde ich
der schöne Fremde,
über unsere Bekanntschaft
mich froh sein rufen Olga.
Ich suche seine einzige
und eigenartige Hälfte.
Ich suche nicht einfach
den Mann ich ich suche den
Freund, des vorliegenden Freundes
auf ganzes Leben. Ich das
warme, zärtliche, zarte
Mädchen. Mir
27 Jahre.

Es ist ein wenig über mich: ich liebe,
die Gemütlichkeit zu schaffen,
mir gefalle wenn zu Hause
gut und ruhig, ich in das Maß
das ernste, verantwortliche, richtige
Mädchen. Außer dem ich
romantisch, empfindlich, verstehend
und emotional.

Ich verstehe mit dem Humor,
auf die Probleme bezogen
zu werden und lustig
zu sein.
Für mich
in der Einsamkeit
verliert das Leben
den Sinn ich

ich verwelke wie das Blümchen.

Betreffs der Einfachheit kann,
dass ich offen wie das Buch
sagen. Mich muß man nur lesen.
Wenn es Ihnen interessant
ist, über mich
jenes dann zu erfahren
schreiben Sie! Ich
warte mit der riesigen Ungeduld
auf die Antwort.




2. ged. zur rev. - ausgangssituation
die teilnahme beginnt mit der erfassung der einzelnen "künstlerpersönlichkeiten". folgende hürden müssen wir schrittweise nehmen:

1. erfassung: die fragen des eingabeformulars, das von jedem bewerber auszufüllen ist, geben die richtung der selbstpräsentation vor und eine idee davon, was relevant ist und was nicht. als teilnehmendes subjekt tragen wir die gruppe ein, mit geburtsdatum. keine einzelnamen. die biographie umfaßt bisherige arbeiten der gruppe, mit bunten bildchen. das arbeitskonzept enthält eine skizze, die schnell hingezeichnet wirkt (oder wirken soll?), aber in photoshop aus vielen einzelskizzen zusammengesetzt ist. die bebilderung von allem nahm mit einigen stunden einen unangenehm großen anteil der für die einreichung aufgewendeten zeit in anspruch.

2. normierung: die biographien der einzelnen gruppenmitglieder müssen nachgereicht werden. wir machen es so kurz wie möglich.

3. normierung: in den biographien fehlen die daten der jeweiligen studienzeiten, die dem leser ermöglichen zu beurteilen, ob ein studium abgebrochen oder verschleppt wurde. wir reichen sie nach.

4. erfassung: in der kontaktliste, die alle telefonnummern der teilnehmer enthalten soll, steht nur name und nummer eines gruppenmitglieds. wir werden gebeten, die liste zu vervollständigen. wir vervollständigen die liste.

5. korrekturen: der name eines gruppenmitglieds ist auf der internetseite falsch geschrieben, das eingereichte konzept unerwarteterweise veröffentlicht. wir bitten um korrektur und kürzung. wir schließen aus der abwesenheit von text bei den meisten anderen teilnehmern, das jeweils nur ein bild der auszustellenden arbeit geschickt wurde. niemand schreibt gern über das, was er vorhat oder tut, das schreiben ist verräterischer als bilder, die zwar über das eigene handeln auch nichts erzählen, aber es wenigstens gar nicht erst versuchen.

bis zu diesem punkt ist das bemühen um eine rasterung der teilnehmer erkennbar. es werden "natürliche", also personal identifizierbare personen produziert, die aber in kurzbiographien vereinheitlicht werden. die einzelne erreichbarkeit jeder einzelnen person durch jede andere unterläuft gruppenhierarchien oder -repräsentationen und dient möglicherweise der vorbereitung der (potentiellen) "vernetzung" von jedem mit jedem. worauf beruht dann aber diese vernetzung, wenn die vorhandenen (selbst-)beschreibungen weder dicht noch eigen sind?

erst einmal herrschen: anfüttertechniken. die veröffentlichung der erfaßten daten im internet richtet sich an ein publikum oder die teilnehmer? es heißt dort: "Kommt hin und wieder hier vorbei um alle kennen zu lernen." der angeblich kommunikative raum internet wartet vorerst mit einem sehr dürftigen "kennen" und "lernen" auf. wie wird sich der ausstellungsprozeß selbst dazu verhalten? wie selbstorganisiert wird er sein, welchen mustern, vorgegeben oder habitualisiert, wird er gehorchen? innerhalb des darstellungsrasters im netz müßte man recht virtuos aufspielen, um die selbstpräsentation auf ihre form transparent zu machen.




1. ged. zur rev. - grundlagen
*g>r versteht sich als "kommunikationsprojekt", über die dauer der ausstellung wird die selbstorganisation der teilnehmenden künstler, ihre quasi-kuratorische tätigkeit der ständigen anpassung der eigenen gruppenausstellung, veröffentlicht. die aktuelle ausstellung ist die zweite in einer offenen reihe, *g>r ist also, wenn man es als kommunikatives kunstwerk betrachtet, von seriellem charakter, wobei selbstreferenzen - ein entstehendes archiv aller beiträge ermöglicht ein arbeiten mit diesem archiv als material, die wiedereinladung früherer teilnehmer speist den umgang mit gemachten erfahrungen in die kommunikation ein - sich im anwachsen der serie möglicherweise verstärken. von der stoßrichtung her könnten die *g>r das modell eines kunstmarkts sein, der anderen (?) regeln gehorcht als der gegenwärtige.

"kommunikation" ist doch das neue wort für "werbung", oder?

die interessante frage ist nun, welche auswirkungen diese regeln auf das verhalten der beteiligten haben. dieses verhalten, also das (kommunikative oder kommunikation verweigernde) handeln der teilnehmer, müßte die im titel bezeichneten gedanken darstellen - nicht etwa die vorab unterzeichneten regeln, die eher "innovativ" sind (und damit, salopp gesagt, das gegenteil von revolutionär, soweit heute innovation hauptmotor dessen ist, was man reaktion nennen müßte, wenn es noch eine aktion gäbe). welche bedingungen also schafft *g>r für dieses handeln?




biblio
www.meyerbuch.com




eine exhumierungsmaschine




.
zwei sich verfolgende fische, von denen jeder des anderen wasser ist.






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