1. ged. zur rev. - grundlagen (*gr // Dienstag, 1. Juli 2008, 16:03)

*g>r versteht sich als "kommunikationsprojekt", über die dauer der ausstellung wird die selbstorganisation der teilnehmenden künstler, ihre quasi-kuratorische tätigkeit der ständigen anpassung der eigenen gruppenausstellung, veröffentlicht. die aktuelle ausstellung ist die zweite in einer offenen reihe, *g>r ist also, wenn man es als kommunikatives kunstwerk betrachtet, von seriellem charakter, wobei selbstreferenzen - ein entstehendes archiv aller beiträge ermöglicht ein arbeiten mit diesem archiv als material, die wiedereinladung früherer teilnehmer speist den umgang mit gemachten erfahrungen in die kommunikation ein - sich im anwachsen der serie möglicherweise verstärken. von der stoßrichtung her könnten die *g>r das modell eines kunstmarkts sein, der anderen (?) regeln gehorcht als der gegenwärtige.

"kommunikation" ist doch das neue wort für "werbung", oder?

die interessante frage ist nun, welche auswirkungen diese regeln auf das verhalten der beteiligten haben. dieses verhalten, also das (kommunikative oder kommunikation verweigernde) handeln der teilnehmer, müßte die im titel bezeichneten gedanken darstellen - nicht etwa die vorab unterzeichneten regeln, die eher "innovativ" sind (und damit, salopp gesagt, das gegenteil von revolutionär, soweit heute innovation hauptmotor dessen ist, was man reaktion nennen müßte, wenn es noch eine aktion gäbe). welche bedingungen also schafft *g>r für dieses handeln?

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